Weizen: Mehr Körner und noch mehr Gluten

Gegen Alzheimer, Krebs und Co. haben wir ein gewaltiges Krankenversorgungssystem in Stellung gebracht.
 Aus schamanischer Sicht lautet die Antwort jedoch: Gesundheitsvorsorge beginnt mit dem Essen. Die Nahrung unserer paläolythischen Vorfahren (Steinzeit) bestand überwiegend aus Wurzeln, Blättern, Körnern, Nüssen, Obst (je nach Jahreszeit) sowie Fisch und Fleisch (je nach Erreichbarkeit). Vor 10 000 bis 6000 Jahren setzte ein radikaler Wandel in der Ernährung hin zu den heute noch gebräuchlichen Getreidesorten ein. In die Zeit fallen wohl auch die Aufspaltung der Gesellschaft in Könige, Krieger und Bauern. Die ersten Religionen bildeten sich und Priester sagten:
 „Wenn du hart arbeitest, wirst du im Himmel reich belohnt werden.“ Schamanen sagen: „Warum warten, das Leben ist hier – in diesem Körper, in diesem Leben. Eine auf Kohlenhydrate basierende Ernährung reicht 
nicht, um uns mit dem zu versorgen, was uns den Zugang zu höheren Funktionen des Gehirns ermöglicht. Auch Meditation allein reiche nicht. Wir brauchen Grünes, Obst, Gemüse und wenn, dann gute Fette.

Das Bewusstsein hat allgemein abgenommen und „Schuld“ sind wohl auch die Lebensmittel, die oft gar keine mehr sind. Das menschliche  Erbgut hat sich der veränderten Ernährung der zurückliegenden Jahrtausende noch nicht angepasst. Schlimmer noch: Mit dem Ackerbau gingen gesellschaftliche Veränderung ein, die in Kriegen, Gewalt und Unterdrückung mündeten.

Was hat dies noch mit August und Getreide zu tun?
  Mit Einzug der sogenannten „Grünen Revolution“ ab Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde ein neuer Weizen eingeführt, um die Erträge pro Hektar massiv zu steigern. Dieser kleine, aber robuste Zwergweizen mit größeren Ähren, hält Wind und Regen besser Stand. Durch den kürzeren Halm bekommt das Korn am Halm weniger Sonnenlicht als traditionelle Weizensorten ab. Das Resultat: Heutiger Weizen bildet rund 20 mal soviel Gluten (Klebeeiweiß) aus als zuvor. Dieser kann im Darm (und im gesamten) Körper zu chronischen Infektionskrankheiten führen. Meine Großmutter mahnte bereits vor 30 Jahren: Das Brot werde nicht mehr ausreichend durchgebacken. Zusammen mit dieser Abnahme der Backkultur durch Automation hat dies meiner Meinung nach zu der Überhandnahme von Menschen geführt, die Gluten nicht vertragen und es vermeiden.
Getreide können viele Allergene enthalten und Proteine enthalten, die alle möglichen Beschwerden auslösen. Sie führen zu Entzündungen im Darmtrakt und irritieren das Immunsystem. Gluetenhaltige Getreide erschweren es dem Körper, sich zu regenerieren. (Quelle: Anthony William, Mediale Medizin)

 

Leben mit Bakterien:
 Du bist, was du isst

Bakterien (Mikroben) machen einen hohen Prozentsatz der menschlichen Zellen aus, die im menschlichen Gesamtorganismus leben. Wir geben ihnen Nahrung und Unterkunft und sie steuern dafür eine große Reihe Körperfunktionen für uns. Die Mikroben nutzen uns, sie siedeln vor allem im Darm und brechen und verdauen unsere Nahrung auf. Die ursprüngliche Abmachung zwischen uns und den Bakterien ist jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. Wir sind uns der Bakterien nicht einmal bewusst, die soviel Arbeit für uns leisten.
Der Darm an sich ist eine Zellstärke dick, darber liegen aber hunderte Schichten von Bakterien. Wenn das System gestört ist bilden sich „Löcher“ im Darm – Bakterien und Essensreste fallen durch. Daraufhin wird die Körperpolizei, unser Immunsystem, aktiviert und Entzündungen sind Folge dieses inneren Abwehrkampfes.
Letztendlich essen wir alle Sonnenlicht – über den Umweg der Pflanzen und Tiere.
Alle Getreide beinhalten Kohlenhydrate und somit Zucker. Eine Reihe von Ernährungsratgebern beschäftigt sich heute mit der Frage der Kohlenhydrate. Allgemeine Zustimmung findet der Rat, die Menge der Kohlenhydrate auf dem Speisezettel einzudämmen (Bitte nicht gegen Zuckerersatz tauschen, der ist noch schlimmer). Von unserem Genpol her sind wir noch in der Steinzeit zu Hause. Gemüse, Salate, Nüsse und gute, aber wenige Öle werden empfohlen. Eine Darmsanierung sollte jeder, der den spirituellen Weg geht, einmal machen (vor allem nach der Einnahme von Antibiotika). Dabei wird eine neue Darmflora aufgebaut, die weniger nach Zucker ruft.
Über allen Ernährungsregeln stehen für mich zwei Regeln. 1. Jeder Mensch ist anders und 2. Jeder sollte essen, was ihm (und seinen Bakterien) bekommt.
Artemis, Demeter und Gers(te)
Seit der Steinzeit wurden hauptsächlich Göttinnen verehrt. Später, in geschichtlicher Zeit, wurden Göttinnen scheinbar entmachtet. Die Göttinnen für Ackerbau und Fruchtbarkeit haben jedoch ihre Positionen behalten: Demeter bei den Griechen und Ceres bei den Römern, nach ihr wurden die Müsli-Zutaten auch Cerealien genannt. Eine weniger bekannte Wasser- und Getreidegöttin der Germanen hieß ursprünglich im Wortstamm „Gers“, der sich noch in Fluß- und Ortsnamen wiederfindet.
Zu den gängigen Getreidesorten zählten auf den Feldern in meiner Heimatgemeinde Roggen (fürs Brot), Gerste (fürs Bier) und Hafer (für die Pferde).  Noch vor meiner Zeit hatte der sandige Heideboden den Buchweizen hervorgebracht – anders als der Name vermuten lässt: Buchweizen ist kein Getreide und glutenfrei.

Siehe auch meinen Blogeintrag: Der Leber Gutes gönnen

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