12. Tugend: Höflichkeit

Die Tugend der 12. Raunacht ist die Höflichkeit. Damit ist nicht nur gemeint, dass der Herr der Dame die Tür aufhält. Höflichkeit ist eine Tugend, die den Respekt vor allen anderen zur Bedingung hat. In seinem Buch „Über den Umgang mit Menschen“ hat der Schriftstellers Adolph Freiherr Knigge (1752–1796) über das Zusammenleben der Menschen geschrieben: „Wenn die Regeln des Umgangs nicht bloß Vorschriften einer konventionellen Höflichkeit oder gar einer gefährlichen Politik sein sollen, so müssen sie auf die Lehren von den Pflichten gegründet sein, die wir allen Arten von Menschen schuldig sind, und wiederum von ihnen fordern können. – Das heißt: Ein System, dessen Grundpfeiler Moral und Weltklugheit sind, muss dabei zum Grunde liegen.“

Ritter Galahad

Sir Galahad ist als der „perfekte Ritter“ bekannt – perfekt in Mut, Demut, Ritterlichkeit und Höflichkeit. Er wird auch als der „Makellose Ritter“ bezeichnet. Aufgezogen wird der junge Galahad im Kloster seiner Großtante von zwölf Nonnen, die seinem Vater Lancelot schon früh erklären, dass niemand sich besser dazu eigne ein Ritter zu werden als sein Sohn. Galahad wird dann an einem Pfingstmorgen von Merlin am Hof von König Artus eingeführt. Dort bereitet ihn Merlin auf den gefährlichen Sitz an der Tafelrunde vor. Daraufhin wird ihm der bisher stets leere Platz des Ritters zuteil, welcher den Gral finden wird. Noch bevor Galahad zum Ritter geschlagen wird, hat er bereits ein Schwert aus einem Stein gezogen, eine Tat, die nur der beste Ritter der Welt vollbringen kann. Nachdem er den Gral findet und als einziger Ritter der Tafelrunde ganz erblickt, stirbt er einige Zeit später. Sein letztes Wort ist der Name seines Vaters Lancelot. In einer Version der Sage hält er den Gral sogar in den Händen. Der Name Galahad leitet sich nach einer Version vom walisischen „Gwalchafed“ ab, was „Falke des Sommers“ bedeutet.

Die Aufgabe

In der 12. Raunacht ist es Zeit, dass du deinen Platz am Runden Tisch einnimmst – der Platz, der immer für dich frei war und sein wird: Es liegt an dir, welchen Weg du gehen willst. Deine Willenskraft ist dein Schwert und mit ihr wirst du deinen Gral suchen und finden. In dieser Schale wurde der Legende nach das Blut des getöteten Jesus aufgefangen. Welches Gefäß könnte dieses kostbare „Wasser des Lebens“ halten? Dein Herz, es ist das heiligste Gefäß. Gefüllt wird es mit Liebe und es zeigt sich in Dankbarkeit. Praktiziere zum Ende der Raunächte Dankbarkeit. Halte deine Hände in Gebetshaltung vor der Brust. Blicke zunächst voller Dankbarkeit zum Himmel und dann verneige dich zur Erde. Wiederhole dies dreimal. Schreibe heute auf, wofür du alles dankbar bist. Diese Liste kannst du auch später noch weiterführen.

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11. Tugend: Güte

Nur wenn Kopf und Bauch mit dem Herzen verbunden sind, kann sich wahre Güte zeigen. Herzensgüte ist eine Form von Liebe, die viel mehr ist als die romantische Liebe zwischen zwei Menschen. Diese Liebe ist oft bewusst oder unbewusst an Bedingungen geknüpft und erzeugt all die Leiden, die wir aus Beziehungsdramen kennen. Bedingungslose Liebe sagt dagegen: Ich sehe dich in mir. Ich möchte auch niemanden nach meinem Gusto verändern, weil das wohl schiefgehen wird. Handle ohne zu erwarten. Liebe und Güte zeigen sich gegenüber der gesamten Schöpfung. Sie sind Ausdruck eines tiefen Gefühls der Verbundenheit. Aus dem heraus fühlst du dich gleichwertig mit allem. Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit und jede Meinung zählt. Der Respekt gegenüber anderen Meinungen hilft dir beim Integrieren und dem Wachsen aus der Vielfalt heraus. Das („negative“) Urteilen verengt jedoch dein Sichtfeld.

Ritter Gawain

Gelegentlich wird Ritter Gawain als der größte Ritter des Runden Tisches bezeichnet. In einigen Legenden scheint er der rechtmäßige Thronfolger von Camelot zu sein, sobald König Arthur verstorben ist. Mit seinen Taten versucht er aber nie die anderen Ritter der Tafelrunde in den Schatten zustellen. Er ist ein Vorbild für Höflichkeit und Ritterlichkeit. In den dramatischen Kämpfen zum Ende der Artus-Legende verliert Gawain seinen Bruder, der ausgerechnet von Sir Lancelot getötet wird. Ritter Gawain will zunächst Rache, doch noch auf dem Totenbett verzeiht er Lancelot und zeigt auch hier Güte.

Die Aufgabe

Heute du, morgen ich – diese Einstellung zeugt von Größe. Ausgleich und Gegenseitigkeit mit allen Wesen sind die Aufgabe der 11. Raunacht. (An)Nehmen und Geben beruhen auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Du säst, was die erntest und umgekehrt. Das Ergebnis ist Fülle auf allen Seiten. Nimm dir einen Moment und begib dich in eine Meditationshaltung. Wenn möglich, hast du dich vorher etwas gelockert mit einigen Körperübungen. Verbinde dich mit dem Gefühl von Güte und Liebe. Nimm dann jeden Atemzug bewusst war, atme mit der Luft die Liebe ein und fülle dein Herz damit. Von dort kannst du dieses Gefühl überall im Körper hingeben, wo du möchtest. Knochen, Muskeln, Haut, Organe, Blut – bis in jede Zelle. Atme weiter ein und aus. Nun längst du die Aufmerksamkeit auf das Ausatmen. Atme die Liebe nun aus deinem Herzen und gib sie mit vollen Händen: zu deinen Ahnen, deinen Liebsten und deinen Widersachern. Fahre fort, bis sich ein Gefühl der Wärme und Verbundenheit einstellt. Achte beim Annehmen daran mit leeren Händen und offenem Herzen zu geben, sonst willst du immer mehr haben und hälst an dem fest, was du hast. Genauso kannst du dann mit vollen Händen geben. Du säst 1 Korn und erhält 10 zurück, wenn deine guten Handlungen dir eine reiche Ernte bescheren.

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10. Tugend: Demut (Bescheidenheit)

Du bist ein Kind dieser Erde. Alle Mitgeschöpfe sind deine Brüder und Schwestern: Von den Viren bis zum Riesenmammutbaum. Als Erdenhüter ist es deine Aufgabe die Hüterschaft für das Leben auf diesem wunderschönen blauen Planeten „demütig“ mit zu übernehmen. Deine Werkzeuge heißen Mitgefühl und Bescheidenheit. Demut heißt zum Dienen bereit sein. Und das englische humbleness oder humility – beides bedeutet Demut – zeigt, wohin wir uns alle verneigen sollten: Zur Mutter Erde, denn der „Humus“ bedeckt den fruchtbaren Erdboden, aus dem heraus alles wächst. Demut sollte eine der tragenden Säulen deines Weltbildes werden, zusammen mit Mut, Ehrlichkeit und einer Prise Tatendrang, denn ohne dein Zutun, werden sich die Dinge nicht ändern.

Ritter Kay

Sir Kay ist der erste Ritter an der Seite von König Artus. Ihm werden magische Kräfte nachgesagt und er wird als einer der „verzauberten Ritter“ in die Legende der Tafelrunde eingehen. Wie der germanische Gott Odin, der neun Nächte am Baum hing, soll auch Sir Kay „neun Nächte und neun Tage“ unter Wasser und neun Tage ohne Schlaf gewesen sein. „Wenn es ihm gefiel, war er so groß wie der höchste Baum im Wald“, hieß es und wenn seine Gefährten froren, war er der Treibstoff für sie, um ein Feuer anzuzünden. Kay wird auch als Drachenkämpfer beschrieben, im Kern bedeutet dies, dass er um das Wesen der Erdenergien weiß, die wir letztendlich Drachen nennen.

Die Aufgabe

Mit Demut den eigenen Narzissmus besiegen – so könnte die Aufgabe der 10. Tugend in den Raunächten heißen. Das eigene Ich hintenan stellen. Wir gehen sozusagen vom Ich-bezogenen I-Place zum High-Place. Das ist die Art des geistigen Kriegers. Von der höheren Warte aus betrachtet, können wir uns dem Göttlichen öffnen. Aus der eigenen Hingabe und Bescheidenheit heraus passieren Dinge, die für die anderen als magisch erscheinen. Für dich sind sie jedoch nur Ausdruck des großen Einsseins mit allem. Gehe hinaus in die Natur und höre den Vögeln zu. Lausche dem Wasser und spüre den Wind auf der Haut. Finde einen Platz, an dem du einen kleinen Erdaltar errichten kannst. Nimm dazu einige Steine, Holz oder was du sonst findest. Verwende ausschließlich natürliche Objekte. Aus deinem tiefsten Herzen heraus, platzierst du noch eine Opfergabe, dies kann ein Apfel sein, einige Blüten oder Kräuter. Hinterlasse keinen Müll. Diesen Altar könntest du auch auf dem Balkon oder in der Wohnung erreichten.
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9. Tugend: Treue

Die Treue ist auf jeden Fall eine Tugend, die in diesen Kontext gehört und die die 9. Raunacht und damit den Neujahrstag bestimmt. Das Mittelhochdeutsche Wort triūwe heißt „fest sein, sicher sein, vertrauen, hoffen, glauben, wagen“. Oft wurde damit die Treue gegenüber einem Herrscher oder gegenüber dem Glauben bezeichnet und wir könnten hier auch von Loyalität sprechen. Im Idealfall basiert diese Loyalität auf Gegenseitigkeit. Sie kann aber auch in eine Nibelungentreue ausarten: eine verhängnisvolle Treue bis in den Tod hinein. Umgangssprachlich bezeichnen wir mit Treue unser Verhalten zu unseren (Ehe)-Partnern. Wegen ihrer Untreue wurde Sophie Dorothea Herzogin von Braunschweig und Lüneburg 1694 lebenslang auf das Schloss Ahlden verbannt. Ihr Ehemann, der spätere englische König Georg I musste sich dagegen für seine Mätressen nie verantworten. Eine besondere Form ist die „Treue zu sich selbst. Du stehst dann zu deinen Grundsätzen, zu deinen Neigungen der auch zu deiner Vergangenheit. Wahre Treue drückt niemand besser aus als der Hund – ein wahrer treuer Begleiter.

Ritter Lancelot

Ihm vertraut König Artus sogar seine Frau Guinevere an, in die sich Ritter Lancelot verliebt. Ausgerechnet Lancelot, der als der geschickteste und intelligenteste Tafelritter gilt. Der Legende nach wird Lancelot als Kind am Ufer des Sees zurückgelassen, wo er von Vivien, der Dame des Sees, gefunden wird. Vivien kümmert sich um ihn als ihren eigenen Sohn, fördert und erzieht Lancelot zu einem der größten Ritter der Geschichte. Es ist Sir Lancelots Liebe zu der Königin, die zu Konfrontationen und letztendlich zur Auflösung des Runden Tisches führt. Lancelot rettet Guinevere bei zwei verschiedenen Gelegenheiten davor, auf dem Scheiterhaufen verbrannt zu werden. Nachdem sich die Königin als Nonne in eine Abtei zurückzieht, lebt Lancelot den Rest seines Lebens als Einsiedler in Buße.

Die Aufgabe

Der einsame Wolf ist der Archetyp eines Kriegers, der sich in sein selbst gewähltes (inneres) Exil zurückzieht. Das mag für eine Zeit ein Ort sein, der dir Gewissheit gibt über deine wahren Absichten und Ziele im Leben. Wenn du zu lange in dieser Position verharrst, mag es sein, dass du als alter unzufriedener Nörgler und Querulant enden wirst :) Heute beginnt ein neues Jahr. Acht Tage nach Weihnachten wird der neue König getauft und gesalbt. Gehe zu einem offenen Wasser, einer Quelle und ziehe Schuhe und Strümpfe aus. Krempel die Hosenbeine hoch und sprich ein Gebt für die „Herrin vom See“, die dir das Leben geschenkt hat. Verneige dich vor allen Frauen, dir die begegnet sind und bitte sie um Verzeihung für deine Worte und Taten. Benetze deinen Bauchnabel, die Brust und die Stirn mit dem Wasser und sprich deinen Namen aus. Nimm diesen Namen, der dir gegeben wurde, neu an. Du bist der neue König vom See.

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8. Tugend: Milde (Großzügigkeit)

Der innere Richter macht keinen Urlaub: Ständig be- und verurteilen wir andere Menschen und wir selber bekommen oft das dickste Fett ab. Selbst wenn wir andere mit Nachsicht bedenken, gehen wir mit den eigenen Unzulänglichkeiten und Schwächen hart ins Gericht. Überhaupt das Urteilen: Vorschnelle Schlüsse führen zu Fehleinschätzungen – und wenn wir die für wahr erachten, entsteht Angst, die sich mehr und mehr in unsere Seelen frisst. Der innere Richter entwickelt sich zu einem Tyrannen, der uns das Leben schwer macht. Milde (Nachsicht) ist daher die Tugend der 8. Raunacht und ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Ohne zu urteilen öffnet sich dein Blick. Die Welt mit all ihren Facetten erscheint bunter und Lebenswerter. Wenn die Milde ein Baum wäre, würde sie eine (Gerichts)-Linde sein. Unter ihr können wir ein lindes (mildes) Urteil erwarten.

Ritter Lamorak

Auf den ersten Blick erscheint Ritter Lamorak nicht als ein Beispiel für Milde, Nachsicht und Großzügigkeit. Er wird als einer der stärksten, wildesten, kühnsten und auch brutalsten Ritter der Tafelrunde bezeichnet. Er zeichnet sich schon in jungen Jahren beim Turnierkampf aus. Einmal kämpft Lamorak allein gegen über dreißig Ritter und tötet oder besiegt sie alle. Als er eine Affäre mit Artus´ Schwester Morgause beginnt, wendet sich das Blatt. Unglücklicherweise besteht zwischen ihren Söhnen und Lamorak eine alte Blutfehde, in deren Verlauf nicht nur Morgause vom eigenen Sohn, sondern auch Lamorak getötet werden.

Die Aufgabe

In der Silvesternacht gehen wir durch ein Tor und die Meditation des Radikalen Vergebens wird dir helfen, dich von alten belastenden Urteilen zu befreien. Setze dich dazu aufrecht hin, nimm einige Atemzüge und rufe vor deinem inneren Auge das Bild eines Liebsten auf. Spüre das Gefühl von Anziehung und umsorgt sein. Halte diese Bild für drei Atemzüge Nun rufe das Bild von jemandem auf, der dich schlecht oder ungerecht behandelt hat, einen früheren Geliebten, einen Geschäftspartner oder jemanden der dich körperlich oder mental missbraucht hat. Für einen langen Atemzug spür das Gefühl von Wut und Abneigung gegenüber dieser Person. Nun überschreibe das Bild deines Liebsten für fünf volle Atemzüge und sehe wie beide Bilder verschmelzen, sich vereinen und schließlich nur noch das Bild des Liebsten übrig bleibt. Und nur noch das Gefühl von Liebe und Wohlwollen da ist. Diese Übung (Meditation des Vergebens) sollte häufig wiederholt werden. Nimm dir für das neue Jahr etwas vor, das deine Milde und Großzügigkeit unterstreicht, wie der Pfadfinder, der eine gute Tat vollbringt. Gib anderen von deinem Kostbarsten: deiner Zeit. Ruf jemanden an, den du lange nicht gesprochen hast oder schreibe einem Menschen, wie sehr du ihn liebst.

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7. Tugend – Mannhaftigkeit

An dieser Stelle ließe sich trefflich streiten, was einen echten Mann ausmacht. „Wann ist der Mann ein Mann?“, heißt es in dem Lieder „Männer“ von Herbert Grönemeyer. Eine Antwort gibt dieses Gleichnis: Ein berühmter Stierkämpfer lädt zu sich nach Hause ein. Nach dem Essen steht er auf und verschwindet in der Küche. Ein Gast folgte ihm und sah den Torero mit Schürze am Abwasch stehen. „Was machst du hier?“, fragte er erstaunt. „Das ist doch nicht männlich.“ Der Torero drehte sich um und antwortete mit fester Stimme: „Hombre, was ich mache, ist männlich.“ Es geht hier also nicht um Rollenklischees, sondern um Prinzipien, die seit Anbeginn der Schöpfung in allen Organismen stecken. Das männliche Prinzip beschreibt demnach die Energie, die den Schöpfungsvorgang in Gang setzt. Das weibliche Prinzip vollbringt dann das aktive, schöpferische Werk. Dies gilt auf allen Ebenen und kein Prinzip ist ohne das andere möglich. In der männlichen Form ist immer das weibliche Prinzip vorhanden und umgekehrt – in allen Lebensbereichen, auch bei der Anziehung: Männliche Energien ziehen weibliche Energien an und umgekehrt, wie der Minnegesang der Ritter zeigt.

Ritter Parsifal

Literatur über Parsifal füllt ganze Bibliotheken. Er ist der wahre Erbe des Grals – doch vor allem ist er erstmal eins: Ein Narr und Tölpel. Parsifals Weg zum mannhaften Ritter zeigt exemplarisch den Weg vom unschuldigen Jungen zum jungen Prinzen bis zum König. Bis dorthin gibt es jedoch einiges zu lernen und vor allem loszulassen. Parsifal besiegt das Wilde in sich und wird zu einem rastlosen Suchenden. Er kämpft mit anderen Rittern und beschützt viele Mademoiselles. Erst als er nach vielen Jahren müde und erschöpft innehält, wird ihm klar, was er zu ändern hat. Parsifal legt seine Rüstung ab und zieht auch das narrenhafte Unterhemd aus, das ihm seine Mutter in bester Absicht mitgegeben hatte. Erst jetzt erkennt er sein wahres Selbst und ist bereit ein würdiger König des Heiligen Gral zu werden.

Die Aufgabe:

In der 7. Raunacht wirst du ein Feuer machen und dich mit der Energie des Vollmondes verbinden. Du kannst dies draußen machen, an einer Feuerstelle oder auch mit einer kleineren Feuerschale (und zur Not auch drinnen mit einer Kerze). Rufe einen Moment zurück als du verwundet wurdest. Nimm den Pfeil aus der 5. Raunacht oder suche dir ein neues Stück Holz (10-20 cm lang; drinnen reicht ein Streichholz oder Zahnstocher). Erzähle Großvater Feuer von deinem Leben, deinen Wunden. Wo und wann ist das Wilde in dir verloren gegangen? Blase all dies in den Pfeil und übergib es dem Feuer, ebenso den Zettel vom Vortag, mit deinen Vorsätzen und Absichten für die Zukunft. Wenn du dies nicht gemacht hast, überlege einen Moment, was du hereinrufst und blase dies auch in den Stock, bevor du ihn verbrennst. Abschließend dankst du Mutter Erde für alles, was du von ihr
empfangen hast.

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6. Tugend: Maß (Mäßigkeit)

Nach dem Weihnachtsessen steht der Entschluss fest: Weniger Essen, mehr Sport treiben usw. Oder kein Alkohol mehr und dafür jeden Morgen die Übungen für die Bauchmuskeln machen: Mit solchen Vorsetzen verabschieden sich viele aus dem alten und blicken schon ins neue Jahr und nennen dies Maß halten. Mäßigkeit heißt jedoch nicht, von einem Extrem ins andere zu geraten. Die Tugend der 6. Raunacht erinnert uns daran, dass es darum geht, den gesunden Mittelweg zu beschreiten. Alles fließt wie bei den Gezeiten von Ebbe zu Flut und umgekehrt. Das Maß des Schwungs zur einen Seite bestimmt auch den Schwung zur anderen Seite. Deshalb können uns größere Schwünge eher aus der Bahn werfen als kleinere Pendelbewegungen. In der Mitte des Sturms ist es beinahe windstill. „Tue nichts und nichts bleibt ungetan“ (Tao Te King). Die Mäßigkeit  ermöglicht die Erledigung von etwas, ohne die innere Mitte zu verlieren – und ohne Ego zu handeln.

Ritter Geraint

Er besitzt den Ruf einer der fähigsten Ritter des Königs zu sein. Ritter Geraint verfügt jedoch auch über eine impulsive Natur und ein feuriges Gemüt – was seinen Aufstieg und Fall gut beschreibt. Über seinen historischen Hintergrund gibt es, wie bei den meisten anderen Rafelrittern auch, verschiedene Quellen. Manchmal ist nicht ganz klar, ob es nicht sogar mehrere Ritter gleichen Namens gibt, die in die Legende mit eingeflossen sind. So auch bei Sir Geraint, dessen Vater noch Schafe hütetet. Der Sohn taucht dann als Kommandant einer großen Flotte auf, die sich den anrückenden Sachsen in England des 5. Jahrhunderts entgegenstellte. Bei einer dieser Schlachten lässt Geraint sein Leben und ermahnt uns daran, dass einem zu großen Enthusiasmus unweigerlich eine entgegengesetzte Stimmung der Niedergeschlagenheit folgen kann.

Die Übung

Du hast nun die Hälfte der 12 Raunächte erreicht. Zeit einmal innezuhalten. Finde einen Baum in der Natur (ein besonderer Strauch im Garten oder eine Zimmerpflanze tun es auch) und sitze mit der Frage: Wie ist meine derzeitige Situation und wie sehen die Alternativen aus? Verändere nun deine Position zum Baum und stelle nun die Frage: Wie könnte ein möglicher Mittelweg aussehen, damit die Energie in Bewegung kommt oder im Fluss bleibt? Die Mäßigkeit vereint die scheinbar widersprüchlichen Energien. Der Same des Neuen steckt schon in der Schale des Alten. Von diesem Punkt aus entscheide für dich, ob jetzt eine Selbstverpflichtung für dich ansteht. Schreibe dies auf einen extra Zettel und legen diesen zu dem Pfeil von der gestrigen Aufgabe.

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5. Tugend: Zucht (feste Regeln, Anstand)

Wer ein Ritter werden möchte, muss dafür auch etwas tun. Zucht (feste Regeln) und Anstand sind Grundprinzipien der Ausbildung. Disziplin würden wir heute wohl dazu sagen. So ist es auch bei den modernen Rittern: Ein Sportprofi muss sich einer strengen Lebensführung unterziehen, während das Publikum mit Cola und Chips vor dem Fernseher sitzt und zuschaut. Selbst wer von spiritueller Erleuchtung träumt und große Meister verehrt, wird nicht umher kommen, sich mit täglichen Praktiken zu schulen. Gib jeden Tag dein Bestes. Makellosigkeit ist dein Ansporn, wohl wissend, dass die Fehlerlosigkeit ein nicht zu erreichendes Ziel ist. Dennoch kannst du dich bemühen, nach bestem Wissen und Gewissen das Richtige zu tun, im Bewusstsein der menschlichen Unvollkommenheit und im Bewusstsein, dass es das Perfekte nicht gibt.

Ritter Gareth

Neben seiner Loyalität und Tapferkeit ist Sir Gareth sicher einer der ritterlichsten Ritter der Tafelrunde. Gareth will, so wie seine älteren Brüder, unbedingt ein Ritter werden. Er begibt sich unerkannt und verkleidet als Küchenjunge nach Camelot an den Hof von König Artus. Aufgrund seiner Geschicklichkeit in der Küche und seines festes Ziels mausert er sich rasch vom Küchenjungen zum jungen Ritter. Seine respektvolle Haltung gegenüber Frauen zeigt ihn auch als wahren Gentleman, sogar als er einmal ausgenutzt wird. Ein einziger Fehler kostet ihm schließlich das Leben. Er fällt im Kampf mit Ritter Lancelot, dem Recken der ihn einst zum Ritter ernannt hat.

Die Aufgabe

Mach es dir in der 5. Raunacht zur Aufgabe deine Handlungen zu überprüfen. Auch wenn du dich heute müde oder erschöpft fühlen solltest: Gib immer dein Bestmögliches. Das hilft dir generell, dich von Frust und Schuldgefühlen zu befreien. Such draußen einen kleinen Stock von 10-20 cm Länge. Mit einem Taschenmesser kratzt du vorsichtig die Borke ab und spitzt diesen Pfeil an einer Seite vorsichtig an. An der anderen Seite wirst du mit Stiften drei farbige Bänder um den Stock ziehen: einen schwarzen, einen grünen und einen Roten. Sie stehen für die Hindernisse, denen du im Leben begegnet bist. Finde einen Felsen, ein Baum oder ein Wasser: Erinner dich an einen Moment, an dem du geweint hast. Wann wurdest du verletzt, wer hat dich verletzt, wie wurdest du verletzt. Blase alles in den Pfeil hinein und verwahre ihn im Haus auf deinem Altar oder einem anderen geschützten Ort.

 

4. Tugend: Ehre

Die Ehre ist angesichts von Ehrenmorden und „ehrenhaften“ Gesellschaften wie der Mafia eine oft missverstandene Tugend. Geht es doch bei der Ehre um einen verdienten Achtungsanspruch. Das deutsche Wort Ehre bedeutet auch Ansehen und ist wohl der vorherrschende ritterliche Wert. Es geht also im Kern um Anerkennung und den eigenen guten Ruf. Es ist ein Lebensgefühl, das – wenn es verletzt wird – zu erbitterten Fehden führt. In unserem Kontext hier wollen wir die Ehre – Tugend der 4. Raunacht – auch als Selbstachtung verstehen. Denn die persönliche Ehre hilft dir, dich aus dem zu befreien, was die einengt. Der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel schreibt zum Begriff der Ehre (1770-1831): „Die Ehre kann nun den mannigfaltigsten Inhalt haben. Denn alles, was ich bin, was ich tue, was mir von anderen angetan wird, gehört auch meiner Ehre an. (…) Der Mann von Ehre denkt daher bei allen Dingen zuerst an sich selbst; und nicht, ob etwas an und für sich recht sei oder nicht, ist die Frage, sondern, ob es ihm gemäß sei, ob es seiner Ehre gezieme, sich damit zu befassen, oder davonzubleiben. Und so kann er wohl auch die schlechtesten Dinge tun und ein Mann von Ehre sein. (…)”

Ritter Tristan

Er ist der ideale Hofmann: Tristam (oder auch Tristam). Er ist Ritter und führt das Schwert – doch viel gewichtiger ist sein Kunstsinn. Tristan ist ein Feingeist. Er ist Musiker, Lehrer und spricht mehrere Sprachen. Und – Tristan spielt die Harfe so schön, dass sich seine Schülerin Isolde in ihn verliebt, was wiederum Dichter und Komponisten bis in die Neuzeit inspirierte. Tristan und Isolde brennen durch und brechen mit den höfischen Konventionen. Die Kunst ist stärker als das Schwert. Das älteste je gefundene Musikinstrument der Menschheit ist eine Knochenflöte und stammt aus der Geißenklösterle Höhle bei Blaubeuren (Schwäbische Alp); das geschätztes Alter liegt zwischen 30.000 und 37.000 Jahren. Was wären wir ohne Kultiviertheit und feines Benehmen? Tristan zeigt dir, zu welchen Leistungen der menschliche Geist fähig ist, wenn er sich aus seinen tierischen Trieben lösen kann.

Die Aufgabe

Die größte menschliche Kraft ist die Kreativität, die Schöpferkraft. Die größte Schöpfung auf Erden ist ein Baby und das bis du. Gib dieser Schöpferkraft heute Ausdruck. Hol die Gitarre vom Dachboden oder spiel die Flöte aus Kinderzeiten. Drücke deine unterdrückten Gefühle mit einem Bild aus, das du malst. Schreibe die Geschichte auf, von dem Traum, den du als Kind hattest. Schreibe deiner Liebsten einige Verse, die aus deinem tiefsten Empfinden stammen. Wenn draußen der Sturm tobt, sitzen die Fischer zusammen an Land und reparierten ihre Netze. Dieses kunstvolle große Fangnetz nennen die Andalusier „Arte“. Mit diesem Netz kannst du die Göttin der See umhüllen.

 

3. Tugend: Beständigkeit (Festigkeit)

Unser Weg wird von vielen Herausforderungen begleitet, die Furcht, Wut und andere Emotionen erzeugen, die uns nicht guttun und uns von unserem Weg abbringen. Beständigkeit (Festigkeit) ist die Tugend der 3. Raunacht und Ritter Gaheris steht dir dabei zur Seite. Bei unserer Geburt haben wir buchstäblich einen Tunnel durchschritten, mit geschlossenen Augen und voller Vertrauen auf das Leben. Du hast dir deinen eigenen Tempel erschaffen – deinen Körper. Die Lektion der 3. Raunacht ist: Geh weiter, bleibe standhaft. Du bist ein Krieger des Lichts und folgst deinem Weg. Als ein leuchtendes Wesen ist es deine Aufgabe zu scheinen. Das Licht findest du dort, wo du geboren wurdest.

Ritter Gaheris

Sir Gaheris ist ein Neffe von König Artus und einer seiner Ritter an der Tafelrunde. Anders als einige seiner Mitstreiter, behielt er stets einen kühlen Kopf, wenn bei den anderen die Emotionen hochkochten. Vor allem stand er seinem älteren Bruder Gawain standhaft zur Seite. Einmal ermahnte er ihn, weil Gawain in einer Auseinandersetzung keine Gnade zeigen wollte und somit den Tod der Lady von Ablamar verschuldete. Schließlich verliert Ritter Gaheris selber sein Leben bei dem Versuch die entführte Königin Guinevere zu retten.

Die Aufgabe

Es gibt nur einen Menschen, der an dem Ort zu der Zeit geboren wurde wie du. Wende dich in die Richtung deines Geburtsortes und verneige dich. Nimm drei tiefe Atemzüge ein und aus – und danke dabei diesem Ort (du kannst das Krankenhaus nehmen, in dem du zur Welt kamst und auch den Ort, an dem du die ersten Lebensmonate verbracht hast). Schau zurück auf die Zeit als du kamst, eine Mission hier zu erfüllen – was war das? Warum hast du deine Eltern ausgesucht, spüre dies in jeder Zelle, mit tiefer Dankbarkeit. Egal wie hart deine Lebensumstände sind oder waren. Spüre dieses Licht in dir, das du beständig weiterträgst. Wende dich nun in die Richtung, in die du gehen möchtest, tauche ein in den Fluss des Lebens: Das einzig beständigen deinem Leben ist deine Standhaftigkeit.

 

2. Tugend, Würde, allgemein
In der zweiten Raunacht laden wir Ritter Bevidere ein. Sein Attribut ist die Würde. Da fällt als
erstes das Grundgesetzt ein, Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Als göttliche Wesen haben wir alle ein Anrecht auf ein würdevolles Leben. Welches eigene Verhalten ein Mensch als mit seiner Würde vereinbar ansieht, ist aber wohl individuell verschieden. „Nichts mehr davon, ich bitt euch. Zu essen gebt ihm, zu wohnen. Habt ihr die Blöße bedeckt, gibt sich die Würde von selbst“, schrieb Friedrich Schiller. Bei Berthold Brecht hört sich das so an: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ Doch im Gegensatz zur Ehre geht es bei der Würde um die innere Haltung. Die Corona Pandemie zeigt hier beispielhaft auch die Grenzen meiner persönlichen Freiheit auf, denn mein innerer Drang mich zu entfalten, endet dort, wo dies die Würde anderer einschränkt. Frei nach Immanuel Kant: Wenn du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Wahre Ritterlichkeit zeigt sich, wenn die Würde nicht nur uns Menschen betrifft, sondern für die gesamte beseelte Welt gilt.

Ritter Bedivere

Sir Bevidere steht eng an der Seite von König Artus. Er ist der Torwächter der Gralsritter. Bei einer der Schlachten verliert er eine Hand und kämpft dennoch weiter. Der Sage nach überleben am Ende nur er und der König. Auf dessen Befehl soll Bedivere das Schwert Excalibur in den See werfen, der die Insel Avalon umgibt. Zunächst sträubt er sich , doch dann folgt er schließlich dem Befehl. Sogleich nimmt die „Herrin vom See“ das kostbare Schwert entgegen, schwingt es dreimal und zieht es unter Wasser. Erst jetzt lässt sich der König zum See tragen, um nach Avalon überzusetzen.

Die Aufgabe
Krieger des Lichts kämpfen nicht im Äußeren. Der Kampf, den wir ausfechten, ist der mit unseren eigenen Schatten und Dämonen. Beobachte dich und schau, wo deine eigenen Grenzen sind, die du nicht überschreiten magst oder über die du andere nicht gehen lässt. Stress beginnt dort, wo deine Grenzen sind. Diese Grenzen sind jedoch nicht in Stein gemeißelt. Verbinde dich heute mit dem Element Wasser. Es hilft dir, diese Grenze zu verschieben. Such ein Stöckchen und blase deine Wiederstände dort hinein. Dann übergibst du dieses „Schwert“ dem Wasser, um den König zu befreien.

 

Tugend – Hochgemuth (Seelengröße)
Ich lade dich hier zu einer besonderen Reise ein: Verbinde dich in den kommenden 12 Raunächten bis zum 6. Januar (Heilige Drei Könige) jeweils mit einem Ritter und der dazugehörenden Tugend. In der Heiligen Nacht zum 25. Dezember beginnen wir unsere Reise mit Ritter Bors, der für Hochgemuth (Seelengröße) steht. Damit ist nicht die Hochmut gemeint, die bekanntlich vor dem Fall kommt. Hochgemuth beschreibt eine innere Haltung, die jedem Ritter inne wohnen sollte. Es ist die Art wie du dich aufrichtest, die Wirbelsäule ist gerade, die Brust hebt sich, der Kopf ebenfalls. Der Blick erfasst alles und nichts gleichzeitig. Wir laufen oft durch die Welt, als ob wir gar nicht dazugehören. Du solltest aber auch nicht über den Dingen stehen. Mit Hochgemuth begegnen wir allen Situationen auf Augenhöhe. Wahre Seelengröße zeigt sich in unserer Haltung auch gegenüber dem Fremden und vermeintlich Schwachen. Wir wissen, woher wir kommen, was unsere Wurzeln sind. Es ist die gleiche Mutter Erde die jeden von uns geboren hat. Wir trinken das gleiche Wasser und atmen die gleiche Luft.

Ritter Bors

Sir Bors ist ein enger Verbündeter von König Artus und er gilt als einer der edelsten Ritter, Sinnbild der Seelengröße (Hochgemuth). Einmal rettet Bors eine Jungfrau, anstatt seinem Bruder Lionel zu helfen. Zahlreiche weitere Legenden erzählen von seinem tugendhaften Charakter. Je nach Überlieferung soll er der einzige von den Gralsrittern gewesen sein, der später nach Camelot zurückkehrt. Bors hatte ewige Keuschheit geschworen – doch ist er später mithilfe eines Zauberrings verführt worden. Der aus dieser Beziehung stammende Sohn soll König von Konstantinopel geworden sein.

Übung:

Übung: Ritter Bors – 1. Raunacht
Beginne den Tag mit Körperübungen und einer kleiner Meditation. Richte dich nach Osten (Sonnenaufgang) aus und spüre deinen Körper – dein Reich in dieser Welt. Spüre die Erde unter deinen Füßen und wie du dich mit ihr verwurzelst. Du kannst dies auch gerne barfuß und und noch besser draußen oder zumindest bei geöffnetem Fenster. Atme tief und fest ein und richte dabei jedes Mal beim Einatmen deinen Brustkorb auf und bringe die Schulterblätter am Rücken zusammen. Mach dies mindestens 12mal. Der Blick ist dabei nach vorne gerichtet. Suche dir einen festen Punkt, ohne ihn anzustarren. Gleichzeitig nimmst du das ganze Bild wahr. Wiederhole für dich die Worte: Ich bin. Nimm dich und deine Umwelt wahr. Über den Tag verteilt, magst du dies immer wiederholen. Darüber hinaus siehe alles mit neuen Augen an, wie ein Kind, voller Neugier. Gehe hinaus in die Natur und bring einen Stein mit, den du finden wirst. Dieser wird der Anker sein für dich in den nächsten 12/13 Tagen.

 

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