Lichtvoll in den Sommer starten … trotz Corona

 
Auf dem Medizinrad des Jahres steht nun Belataine bevor. In der Walpurgisnacht auf den 1. Mai tanzen die Hexen auf dem Brocken und der Sommer beginnt. Der Weg zum Sonnenhöchststand am 21. Juni ist unumkehrbar – auch wenn die Eisheiligen und noch mal frösteln lassen werden. Seit der Geburt des Lichtkindes zu Weihnachten folgten in unseren Breiten weitere Feste und Rituale. Je nördlicher wir wohnen, brauchte die Sonne noch die Zeit, um wirklich über die Dunkelheit zu triumphieren. Beltaine – der Leuchtende – gibt dem Maifest seinen Namen.
Baldur, Bel, Belenos, Apollo sind weitere Namen dieses Gottes.
Die Qualität dieser Zeit ist immer noch das Annehmen, Loslassen und Reinigen – vor allem in der Corona-Epidemie.  Die ersehnten Lockerungen im sozialen Leben kommen langsamer voran als gehofft.
Für uns mag das bedeuten, dass wir unsere Pläne und Absichten noch einmal überdenken können. Bei allen Einschränkungen sollten wir eines nicht vergessen: das Leben zu genießen. Der Rundbrief zum 1. Mai mag auf den ersten Blick schwere Lese-Kost bieten, denn ich berichte auch über Pockenepidemien und Hexenverfolgungen.  Dies soll aber um so mehr Ansporn geben, nach vorne zu schauen und eine neue Welt hereinzuträumen. Der einzige Weg, die Welt für uns zu retten, ist zu erkennen, dass wir alle eins sind.
Munay sonqo – von Herzen

Euer Michael
 

Michael Hemme – Wegbegleiter und Energetisches Heilen –  Bad Münder am Deister

Tag der Arbeit oder Tag des Lichtgottes?  Nach dem alten keltischen Kalender beginnt am 1. Mai der Sommer.  Doch die, die das Licht bringen, werden oft auch verteufelt – wie auch dieser Rundbrief zeigt. Wie schon zu Ostern, müssen wir wieder alleine feieren. Hier einige Gedanken und Tipps für die reise nach Innen.  Bitte gern alles bis zum Ende lesen und auch teilen: 

– Von der Tempelhüterin zu Hexe: Die Dämonisierung der alten Göttinnen
– Pockendecken als Gastgeschenk: Wie Vieren Geschichte machten
– Selbermachen: Der Maibaum steht für Fruchtbarkeit
– Sonderbare Bäume: Wie die Süntelbuche zum Hexenholz wurde
– Spuren der Hexenverfolgung: Wasserprobe im Hexenteich
– Hexentanz: Goethe, Walpurgis und der Harz
– Gedicht von Gibran: Masken ablegen
– Ausflugstipp: CO2-neutral reisen wie die Schamanen
– Online-Angebote: Heilsitzungen und Zeremonien für die Seele

Von der Tempelhüterin zur Hexe

Isis, Artemis und Freya sind die Vorbilder

Die kleinen Skulpturen gehören zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit: Frauen mit ausladenden Brüsten, viel Bauch und geöffneter Vulva: Die Venusfiguren der Altsteinzeit (Bild unten) belegen die Verehrung der Frau als Göttin. Mit zunehmender Sesshaftwerdung ordnete sich auch die Göttin mehr und mehr den Göttern unter und nahm ihren Platz im Haus ein. Doch es blieb stets ein wilder Aspekt von ihr bewahrt: Artemis, die Göttin der wilden Natur (Diana bei den Römern) ist als wilde Jägerin unterwegs. Sie kennt die Heilkräuter, die nicht im eingezäunten Garten stehen. Die Grenze zur wilden Natur stellte die Wildhecke (Hag) dar. Die Zaunreiterin, die Hagazussa, konnte von dieser in die andere Welt reiten, so die heute gängige Herleitung des Wortes Hexe.
Für mich bedeutet es jedoch noch mehr. Der Hag war nicht nur eine Hecke, sondern begrenzte den heiligen Platz, den Tempel – wie im englischen das Wort StoneHenge (Hag) zeigt. Die Hagazussa war also die Tempelhüterin, die im Hag Sitzende. Die Ägyptische Isis wird genauso dargestellt: sitzend auf einem Stuhl (Thron).
Frauen waren die Trägerinnen des Medizinwissens. Es wurde von den Frauen, von den Großmüttern an die Töchter weitergeben. Sie waren diejenigen, die verantwortlich waren für die Gesundheit im Haus (Zelt) und im Viehstall. Sie haben die Kräuter gesammelt, die Kräutersalben gekocht und wohl auch die ersten Kräuterbiere gebraut. Der Großteil dieses Wissens reicht weit über die ersten Bauern bis in die jüngere Altsteinzeit zurück, zu der Zeit, als die großen Gletscher abschmolzen und die ersten Pflanzen zurückkamen.
Artemis ist auch die Schutzgöttin der Gebärenden. Ausgerechnet dieses Wissen um Heilung, Geburt und Tod wurde den weisen Frauen mehr und mehr zum Verhängnis, vor allem nach Ausbreitung des Christentums. Die Verurteilung des Weiblichen gipfelte in den Hexenprozessen, die erst im 18. Jahrhundert zu Ende gingen (siehe unten).
Im Germanischen war Freia die oberste Göttin. Sie ähnelt der Venus des römischen Götterhimmels und der Aphrodite des griechischen Olymp. Dieses Bild wurde ins Gegenteil verdreht:  Aus der  schönen Göttin wurde im Mittelalter die Hexe mit Buckel und schiefer Nase – und der schwarzen Katze auf der Schulter. Weil Freia einen Wagen hatte, der von Katzen gezogen wurde, sind diese Tiere gleich mit verteufelt worden.  
Katzen wurden zusammen mit als Hexen verdächtigten Frauen gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ironie der Geschichte: Weil mancherorts die Katzen verfolgt wurden, konnten sich Mäuse und Ratten ungehindert verbreiten und die den Hexen angelasteten Pestzüge weiter ausbreiten.

                                                                  

                                                                       Kopie der Venus-Figur  aus Speckstein

Pocken-Decken als Gastgeschenk

Viren entschieden über den Lauf der Geschichte 

Die Coronakrise erinnert an die traumatische Eroberung Amerikas durch die Europäer: Ein Großteil der ursprünglichen amerikanischen Bevölkerung starb an importierten Viren, Schätzungen gehen von bis zu 90 Prozent der Bevölkerung in manchen Gegenden aus.


Noch bevor die spanischen Konquistadoren das Inkareich eroberten, fiel der letzte legitime Herrscher, Huayna Cápac der Epidemie im Mai 1528 in Cusco (heute Peru) zum Opfer, ebenso wie der designierte Nachfolger und Sohn des Herrschers, Nina Cuyochi. Der Adel der Hauptstadt Cusco bestimmte daraufhin Huayna Cápacs weiteren Sohn Huascar zum neuen Inka. Dessen Halbbruder  Atahualpa, der in Quito residierte (heute Equador), weigerte sich aber ihm Gefolgschaft zu leisten. Die Folge war ein dreijähriger, erbittert geführter Bürgerkrieg, in den auch die unterworfenen Völker hineingezogen wurden.
Im Folge dieses Bruderkriegs wurde Huascar von Atahualpa gefangengenommen und schließlich 1532 von seinen Leuten getötet.
In dem Jahr geriet aber auch Atahualpa durch eine List der Spanier in Gefangenschaft , die im Windschatten des Bruderkriegs das Hochland der Anden erreicht hatten – der Rest ist Geschichte: Am 15. November 1533 zogen die Spanier in Cusco ein –Tahuantinsuyu, wie die Inka ihr Reich nannten, existierte nicht mehr.
Immer wieder wurde die Frage aufgeworfen, wie eine Handvoll Eroberer die Riesenreiche der Inka und Azteken besiegen konnten. Sicher auch dadurch, dass hier zwei sehr unterschiedliche Welten aufeinander stießen.
Ein sehr gewichtiger Grund steckt jedoch in den kleinen Viren, gegen die die Ureinwohner machtlos waren. Für die heiler und Schamanen waren die neuen Krankheiten nicht zu fassen. Der Heiler kann nur heilen, woran er selbst scoh einmal “gestorben” ist. Die Pockenviren sind aus dem Zusammenleben des Menschen mit Kühen und Rindern auf engem Raum entstanden. Daraus entwickelte sich aber auch eine gewisse Immunität, die die Europäer besaßen – die Indios aber nicht. In Amerika gab es keine Rinder.
Bereits vor den Inka waren die Azteken im heutigen Mexiko beinahe ausgerottet worden – ebenfalls von den Pocken.
1763 erhoben sich zahlreiche Indianerstämme gegen die britische Herrschaft in Nordamerika. Ein General verfiel auf einen teuflischen Plan: Mit Pocken infizierte Decken sollten den Gegner auslöschen. Dieses Vorgehen hat in den darauffolgenden “Indianerkriegen” noch mehrere Wiederholungen erlebt. Ich möchte hier nicht in die Kontroversen über Impfungen eingreifen. Deenoch: Seit den Massenimpfungen meiner Kindheit (Ich trage noch die Impfnarben am Oberarm) ist der letzte Pockenfall 1977 in Somalia gemeldet wurde.
Viele Krankheiten sind erst auf den Menschen übergegangen, als dieser begann enger mit Tieren auf engem Raum zu leben, dazu zählten auch die Pocken. Auch der Coronavirus soll von Tier auf den Menschen übergegangen sein, in diesem Fall über Flederhunde, die auf Wióchenmärkten in China gehandelt werden.
Corona zeigt auch, dass es bei Epidemien immer einen Schuldigen braucht (siehe die Hexen im Mittelalter)  Die Konquistadoren hatten die Pocken in Amerika eingeschleppt. Die Einwohner dort revanchierten sich mit der Syphillis, die dann von den Franzosen als “Spanische Krankheit” bezeichnet wurde, weil sie in Europa zuerst in Spanien auftrat. In heutigen Deutschland sprach man von der “Franzosenkrankheit” und für die Polen ist es – na klar . die “Deutsche Krankheit”.
Der Spansichen Grippe  fielen zwischen 1918 und 1920 weltweit zwischen 27 und 50 Millionen Menschen zum Opfer. Ungeachtet des irreführenden Namens, der auf zeitgenössische Zeitungsmeldungen zurückgeht, gehen die meisten Wissenschaftler heute davon aus, dass die Pandemie vor 100 Jahren ihren Ursprung in den USA hatte.

Der Maibaum steht für Fruchtbarkeit

Andrea und Thomas schmücken den Maibaum in ihrem Garten (Bild).  Sie folgen damit einem sehr alten Brauch, der noch immer in vielen Dörfern begangen wird. Überall stehen diese Baumstämme mit den buntgeschmückten Ringen auf der Spitze. Da dies in diesem Jahr aus bekannten Gründen wohl meistens ausfallen wird, hier die Anregung zum Selbermachen. Maibaumfeste verraten erst auf den zweiten Blick, worum es bei der Geschichte eigentlich geht, zumindest hat uns das früher keiner so erklärt.
Doch unübersehbar steht der Baum, meist ein geschälter Pfahl, für den Phallus – das männliche Geschlecht. Der Maibaumkranz ist demnach das weibliche Geschlecht: einladend und bunt geschmückt. Der 1. Mai ist also ein Fruchtbarkeizsfest, mit dem der Wonnemonat eingeläutet wird.
Es ist heute aber auch der Tag der Arbeit und die Farbe der Arbeiterbewegung weltweit (wie auch der Sozialisten und Kommunisten) ist Rot. Die offizielle Erklärung dazu ist, dass die Farbe an die blutige Niederschlagung des Generalstreiks von 1886 in Chikago erinnert, der zum Massaker für die Arbeiter wurde.
Doch ich folge der Auffassung des Ethnologen Wolf-Dieter Storl, der meint, dass das Rot bewusst oder unbewusst an die Fruchtbarkeitsrituale anknüpft, die bis in die Steinzeit zurückgehen. Das Rot ist demnach symbolisch das Blut der Jungfrau, das für Fruchtbarkeit steht.
Ich weiß von meinen wilden Schwestern, dass viele von ihnen heute wieder ihr Menstruationsblut der Erde “opfern”.
Der Pfahl bei den Germanen stand aber auch für den Weltenbaum. Dieser verbindet die Erde mit dem Himmelszelt, das ja auch wie eine große Tafel am Himmel erscheint.

Wer sich seinen Maibaum im Garten aufstellen möchte, darf seiner Intuition folgen, was die Anzahl und Farben der Bänder anbelangt. Bunt sollte es sein. Ursprünglich gingen dann Frauen und Männer um dem Baum herum und verbanden die nach unten hängenden Bänder beim Reigentanz.

Das Hexenholz ist
wieder sehr beliebt

Drehwuchs, Krüppelwuchs, Schlaufenbildung und die sogenannten Hexenbesen gaben den Süntelbuchen nicht nur ihr ungewöhnliches, für viele Menschen auch unheimliches Erscheinungsbild. Sie brachten ihnen auch die entsprechenden Namen ein:
Krüppelbuche, Hexen- oder Teufelsholz, Schlangenbuche und noch viele andere. Wie die Namen schon zeigen, waren die Menschen damals wenig begeistert von der Schönheit oder der Skurrilität dieser Bäume. Selbst wenn sie die “Süntelbeuken”, wie sie auf Plattdeutsch genannt wurden, nicht unheimlich und bedrohlich fanden, waren die Waldbesitzer keine Freunde des “Deuwelholts”. Es ließ sich wegen des Zick-Zack-Wuchses nicht verwerten. Nicht einmal als Brennholz konnte es in Meterstücken gestapelt werden. Die Süntelbuche wächst so gut wie nie einen ganzen Meter gerade in eine Richtung.
So schlug im Jahre 1843 die letzte Stunde des letzten noch verbliebenen Süntelbuchenwaldes am Nordhang des Süntels, einem Mittelgebirge an der Weser bei Hameln.
Überlebt haben die Süntelbäume bis auf einige wenige Exemplare in Parks und Schlossgärten.
Um die Süntel-Buche als faszinierende regionale Besonderheit langfristig zu erhalten, ist vor über 25 Jahren ein Arboretum angelegt worden. Die rund 11 000 qm große Fläche des befindet sich rund 30 km südwestlich von Hannover – zwischen Deister und Süntel.
Die Aufzucht der Buchen war ein schwieriges Unterfangen, denn es kam in der Anfangszeit oft zu Ausfällen. 
Heute ist der Bestand zwar annähernd stabil, kann aber keinesfalls sich selbst überlassen werden. Die Ortsgruppe Bad Münder des Heimatbundes unterhält  mittlerweile noch ein zweites Süntel-Buchen Arboretum, das “Hexenholz”. Von dort werden in diesem Jahr erstmals mehrer hundert neu aufgezogene Spüntelbiuchen von der Landesforts Niedersachen in die freie Wildbahn ausgewildert. Das Hexenholz kehrt in den Süntel zurück.       

Düstere Geschichte: “Wasserprobe” im Hexenteich


Die Verfolgung der Hexen in Europa ist ein düsteres Kapitel der Geschichte. Sie wird vielfach mit dem dunklen Mittelalter in Verbindung gebracht. Doch bei genauerer Betrachtung fiel die Hoch-Zeit der Inquisition auf den Beginn der sogenannten Aufklärung und endete erst, als die Industrialisierung schon dunkle Blüten trieb. Mehrere Pestzüge, eine Klimaverschlechterung und schließlich die Glaubenskriege sorgten dafür, dass sich Angst und Unwissen in dem wahnhaften Verfolgen angeblicher Hexen äußerten

Das Beispiel der Witwe Gesche Köllars (1620-1660) aus Wiedensahl (Kreis Schaumburg) zeigt die ganze Absurdität, der Hexenverfolgung. Sie wurde von einem Nachbarn denunziert und dann von der Gemeinde dem Stiftsgericht des Klosters Loccum übergeben. Eine erste Verhandlung hatte ihre Unschuld ergeben. Doch ihre Heimatgemeinde ließ nicht locker und so wurde sie erneut befragt, gefoltert und schließlich hingerichtet.
Im Stiftsgebiet Loccum wurden im 17. Jahrhundert  rund 33 Menschen in diesen Hexenprozessen hingerichtet. Erst ab 2013 kam es zu einer Rehabilitierung der Gesche Köllars. 2016 wurde im Kloster Loccum der Gesche-Köllars-Weg eingeweiht.
In meinem Nachbarort Eimbeckhausen wurden 1624 fünf Frauen angeklagt und hingerichtet. Im nahe gelegenen Deister gibt es einen Hexenteich, in dem die Frauen einer sogenannten Wasserprobe unterzogen wurden. 
Der von einer Quelle gespeiste Teich diente der Überlieferung nach für Wasserproben der der Hexerei verdächtigter Frauen.
Das Wasser ist übrigens eines der besten Quellwasser weit und breit.
Ironie der Geschichte: 1971 hatte sich in dem Waldstück für einige Tage die wegen Terrorismus gesuchte Ulrike Meinhof versteckt.

Seelige Sehnsucht: “Stirb und Werde”

Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

– Johann Wolfgang von Goethe

Goethe ließ am Brocken die Hexen tanzen


Johann Wolfgang von Goethe war einer der berühmtesten Harzbesucher. Der alles überragende Brocken hatte es Goethe offensichtlich ganz besonders angetan. Drei Mal bestieg er den höchsten Harzgipfel, erstmals am 10. Dezember 1777. Zu dieser Zeit war der exponierte Berg mit seinem eigenwilligen Klima touristisch noch völlig unerschlossen und der Weg auf den sagenumwobenen Gipfel ein waghalsiges Abenteuer. Goethes ungefähre Route ist als “Goetheweg” vom Torfhaus aus noch heute einer der beliebtesten Aufstiege zum Brocken. 
Die Eindrücke und Erlebnisse seiner Reisen durch den Harz inspirierten Goethe außerdem in seinem literarischen Schaffen. Besonders sein Meisterwerk, der “Faust”, wurde deutlich von seinen Harzer Erfahrungen geprägt und viele Szenen in dieses Gebirge verlegt. Herausragend in diesem Zusammenhang ist die im ersten Teil der Tragödie beschriebene Walpurgisfeier auf dem Brocken.

Inhalt
In der Walpurgisnacht machen sich Faust und Mephisto auf den Weg zum Brocken im Harz. Hier sollen sich bei der Walpurgisnacht die Hexen versammeln. Als sie sich durch das Irrlicht geleitet auf den Weg machen, sind bereits viele  “lüsterne” Hexen dort. Mephisto und Faust tanzen ausgelassen, Mephisto hält eine Rede bei der er den jüngsten Tag ankündigt und Faust begegnet ein Trugbild von Gretchen.
Da strömt die Menge zu dem Bösen
da muss sich manches Rätsel lösen

Weitere Hexenorte im Harz sind der Hexentanzplatz bei Thale sowie die Hexentreppe auf dem Wurmberg.

 Du fragst mich, wie ich verrückt geworden bin?

Die Maske absetzen ist die größte aller Verrücktheiten
Es passierte so: eines Tages wachte ich aus einem tiefen Traum auf und entdeckte, dass man mir alle meine Masken gestohlen hatte, Masken, die ich in anderen Leben geformt und benutzt hatte.
Ich rannte ohne Maske durch die überfüllten Straßen und schrie: “Diebe, Diebe, verdammte Diebe”
Männer und Frauen lachten über mich und einige liefen aus Angst weg vor mir.
Und als ich am Marktplatz ankam, schrie ein Junge vom Dach eines Hauses: “Das ist ein Verrückter”
Ich richtete meinen Blick nach oben und zum ersten Mal küsste die Sonne mein nacktes Gesicht, meine Seele füllte sich mit Liebe für die Sonne und ich wünschte nicht
mehr meine Masken. Wie in Ekstase? schrie ich: “Gesegnet seien die Diebe, die mir meine Masken gestohlen haben.”So war es, als ich verrückt wurde.

Khalil Gibran: Der Verrückte

Ohne Besen und Substanzen reisen


Wir können die Welten bereisen, ohne körperlich das Haus zu verlassen. Schamanische Reisen ermöglichen es uns den Weltenbaum entlang zu reisen: Vom Unterbewussten zum Platz der Bestimmung. Wir können den Seelenwegen folgen, ohne einen CO2-Abdruck zu hinterlassen.
Wir können reisen, ohne Zuhilfenahme von Substanzen – lediglich der Sound der Trommel wird dich leiten. Die Trommel ist auch das „Reittier des Schamanen“. Eine Rassel ginge auch sehr gut dafür.
Wenn du in die Bereiche der unteren Welt, in deinen Garten reist, wirst du die Verbindung mit deiner ewigen Mutter erneuern, der großen Mutter, der Erde. Wir werden wieder zu Individuen, die in Schönheit auf der Erde wandeln und alle in Schönheit berühren, die uns begegnen. Diese Reise ist eine metaphorische, eine bildliche Reise ins Zentrum der Erde, zurück in den Bauch der Mutter. Sie ist sehr heilsam, denn wir entdecken nicht nur die Seelenanteile, die wir verloren haben, wir heilen auch die Verbindung mit der Mutter, mit dem Weiblichen. Eine Verbindung, die vor langer langer Zeit gekappt wurde in unserer Mythologie, als wir aus dem Garten getrieben wurden. Als wir aufgehört haben mit den Flüssen zu sprechen, mit den Tälern, den Bergen und den Wolken, und zu Gott. Wir entdecken unseren ursprünglichen Garten, und unsere Verbindung zu dem ursprünglichen Selbst, dass immer noch in Schönheit auf der Erde wandelt.

Natürlich gibt es auch Unterstützung auf diesen Reisen: Mächtige Hüter bewachen die Tore der Welten. Sie sind uns gütig gestimmt, wenn wiur mit offenem Herzen an ihre Pforten klopfen.
Wer mit Hilfe von Substanzen reisen möchte, dem sei Vorsicht geboten. Diese Touren können ohne Rückfahrschein sein, wenn du leichtsinnig Medizinpflanzen und chemische Mittel konsumierst. Dies sollte nur mit erfahrenen Reisebegleitern gemacht werden. Dann alerdings können sich noch tiefere Schichten deiner Seele öffnen. Die Rezepte sogenannter Hexensalben, die im Internet kursieren, sind ebenfalls mit Vorsicht zuz genießen. Bilsenkraut, Alraune und Stechapfel sind mächtige Pflanzenwesen und öffnen unser Energiefeld  für Dinge, die wir besser nicht hereingerufen hätten. Dann wird aus dem Besenritt schnell ein  apokalyptischer Ritt.

Zeremonien für Balance und Heilung

Online-Angebote für die Seele – Mit Annette & Michael


Liebe Freunde,
Aufgrund der positiven Reaktionen auf unsere ersten Online-Tutorien, möchten wir diese Angebote noch erweitern. Neu: Online-Meditationen nur für Männer. Hier der Überblick und unten stehend die Erläuterungen:

28.4. 2020  – 19 Uhr: Der Weltenbaum I: Unterweltreise, mit Michael – offen für alle (15 Euro)
2. Mai 2020 – 10 Uhr: Extraktionen, online (wie macht man die Extraktionen am besten über Long-Distance
Wiederholung und neue Ansätze), mit Annette & Michael, nur für Heiler (20 Euro)
2. Mai 2020 – 12 Uhr: Advanced Energiefeld Heilung – Energy field healing – Verstärkung der Anbindung an Eure Linie, mit Annette & Michael, offen für Mesa Träger (20 Euro)
7. Mai 2020 – 19 Uhr: Vollmond-Trommelreise/Feuerzeremonie –englisch/deutsch, mit Annette –  offen für alle (15 Euro)
12.5. 2020 – 19 Uhr:  Der Weltenbaum II: Oberweltreise, plus höheres Selbst, Himmelswesen, mit Michael, offen für alle (15 Euro)
15.5. 2020 – 19 Uhr: 7-Chakra-Lichtheilung und Harmonisierung, mit Annette & Michael, offen für alle (20 Euro)
22. Mai 2020 – 19 Uhr: New Moon-Healing Journey – wie verankere ich mich in der Zeit der Transformation, englisch/deutsch, mit Annette, offen für alle (15 Euro)
26.5. – Michael – Der Weltenbaum III: Mittelweltreise: Den eigenen Garten anlegen – offen für alle (15 Euro)

Hier noch 2 offene Angebote nur für Männer:
5.5. 2020 – 19 Uhr:  Männer-Meditation: Der Lichtkrieger, mit Michael (15 Euro)
19.5. 2020 – 19 Uhr: Männer-Meditation: König sein, mit Michael (15 Euro)

Außerdem:
jeden Mittwoch, 8 Uhr: geführte Wim Hof Atmung plus Munay-Meditation, mit Michael (Spende)

Wie immer, werden wir von dem eingenommenen Betrag das Projekt minderjähriger Opfer von sexueller Gewalt in Peru unterstützen (siehe unten).
Wir  bitten um Anfragen und Zusagen per Email. Ihr erhaltet dann nähere Infos zu dem jeweiligen Event und auch rechtzeitig einen Zoom-Meeting Link per Email. Weitere findet ihr unten stehend.

Einkaufen fürs Mädchen-Haus

Dank eurer Spenden: Hilfe in der Not in Cusco möglich


Wo bleibt euer Geld? In einem Supermarkt in Cusco? Die Not in dem von uns unterstützten Möädchenhaus Hogar Munay in Cusco ist groß. In Peru herrscht Ausgangssperre. Auch können derzeit ausländische Helfer nicht einreisen. Die staatliche und auch die kirchliche Hilfe ist lückenhaft und scheint willkürlich. Dennoch konnten Rocio und andere Helferinnen vor Ort jetzt groß einkaufen. 2800 Euro stammen aus euren Spenden anlässlich unserer Kristallzeremonien zum Jahresende und den Mahela-Online-Zeremonien jetzt zur Corona-Krise. Wir konnten das Geld unbürokratisch transferieren, nachdem die persönliche Übergabe durch Michael jetzt im April nicht stattfinden konnte.  Das Projekt Casa Munay in Cusco/Peru, wo minderjährige Opfer köperlicher und sexueller Gewalt Zuflucht finden, liegt uns sehr am Herzen. Von dem Geld, das wir in der Vergangenheit dank eurer Hilfe gesammelt haben, konnten bereits ein fahrbarrer Verkaufsstand gekauft und Ausbildungen bezahlt werden. Besonders ans Herz gehen natürlich die Nachrichten, wenn wie in einem Fall ein Klinikaufenthalt für eine Elfjährige finanziert werden konnte. Weitere Infos gerne bei uns.

Beitrag teilen