Gedanken zu Ostern und dem Jahreskreis

Feiertage wie Ostern sind Feste der Erneuerung und der Wiedergeburt. Sie sind wiederkehrende Zeugnisse der zyklischen Natur des Universums. Im Rhythmus des Lebens unserer Gemeinschaft sind sie sehr wichtig, egal in welchen Gewand und in welcher Religion sie gefeiert werden. Wie schmerzlich der Verlust des Osterfestes in diesem Jahr sein wird, wenn wir Freunde und Familienangehörige nicht direkt sehen können, müssen wir gerade erleben. Denn gerade die Rituale, und dazu gehören die Feiertage, bringen das Göttliche zurück ins Leben. Sie sind die Portaltage, an denen sich die Tore öffnen und die Schleier.
Die Woche vor dem Osterfest hat uns erlaubt in uns zu gehen: Was darf sterben an unserem Karfreitag. Ostern ist dann das Frühlingsfest für uns – die Wiederauferstehung des Totgeglaubten. Ein neuer Kreislauf beginnt – auch oder gerade in Zeiten von Corona.
Vor einem Jahr hatte ich die Reihe dieser Rundbriefe begonnen. Nun beginnt auch hier ein neuer Zyklus mit Betrachtungen zum Jahreskreis.

Munay sonqo – von Herzen

Euer Michael

Michael Hemme – Wegbegleiter und Energetisches Heilen –  Bad Münder am Deister

Welche Qualität hat die Zeit? Dies ist eine der Fragen, die in diesem Rundbrief gestellt wird. Außerdem gibt es zu Ostern “kraftvolle” Tipps, die Lust auf Mitmachen und Ausprobieren machen.
Bitte gern alles bis zum Ende lesen und auch teilen:
– Feiern nach Zahlen: Die Bedeutung von 7, 40 und 50 Tagen
– Kraftplätze und Altäre selber schaffen
– Die Rat der Runen: Bleib be-sonnen
– Heiliges Kraut: Gundermann erdet uns
– Online-Zeremonien für Balance und Heilung

Die neue Qualität der Zeit

Gepäck ablegen und leichter reisen

Die Zeit ist nicht zu fassen, rinnt uns förmlich durch die Finger — wie die Körner in der Sanduhr. Werden, Sein und Vergehen sind die Taktgeber der Zeit und damit auch allen Vergänglichen. Unaufhaltsam schießt die Zeit wie ein Pfeil dahin. Irgendwann ist die Uhr dann für jeden von uns abgelaufen. Letztendlich ist dies der Preis für unser Sein in diesen Körpern. Die Sterblichkeit lädt uns ein, jeden Tag zu umarmen und zu feiern – wie es das Auferstehungsfest Ostern vormacht.
Es gibt noch eine andere Zeit, die Zeit der Zyklen, der Jahreszeiten, der Zeremonien. Diese Zeit verläuft in ewigen Kreisen: von Vollmond zu Vollmond, von Jahr zu Jahr, vom Tod zur Wiedergeburt.
Die Sandkörner im Uhrglas sind nämlich gar nicht verloren. Wer schon  mal in der Sauna war, weiß, dass der nächste Gast die Sanduhr an der Wand umdreht und die Zeit rieselt von neuem dahin.
Es gibt also zwei verschiedene Arten der Zeit. Ich könnte auch von der Qauntität und der Qualität der Zeit sprechen. Wie spät ist es? Die Antwort darauf ist die Qauntität, wieviel Minuten vor oder nach welcher Stunde haben wir, an welchem Tag, in welches Jahr?
Die Qualität der Zeit beschreibt auch mein Gefühl der vergangenen Jahre, dass die Zeit scheinbar immer schneller dahinrennt. Interessant ist, dass ich schon mehrfach hörte, dass die zurückliegenden Wochen sich dagegen deutlich langsamer anfühlten. Noch nie kam mir die Zeit vor Ostern so lange vor, wie jetzt in Corona-Zeiten. Die Qualität der Zeit mag aber auch das Gefühl ausdrücken, in der Stadt jetzt die Vögel zwitschern zu hören, wo der Straßenverkehr abgenommen hat oder den ungetrügten Blick in den Himmel freigibt ohne Kondensstreifen der Flugzeuge.
Andere sind jedoch auch von den Ereignissen förmlich überrollt worden. Sonderschichten,  Wohnraumenge und fehlende Sicherheiten lassen die Zeit jetzt bedrohlich erscheinen. Nichts ist, wie es scheint. Tieff sitzende Ängste zeigen sich. All dies geschieht bei jedem anders und dies ist auch gut so.
Jeder von uns beschreitet einen anderen Weg, der doch der eine ist (Tao). Deshalb braucht es unbedingt jetzt auch Toleranz. Diese Duldsamkeit gegenüber anderen Überzeugungen mag auch eine Qualität der neuen Zeit sein.
Wir erleben ein Erwachen des Bewusstseins, aber auch eine Ausbreitung von Angst, aus der heraus eine Vielzahl von Verschwörungen wachsen. Dies sind oft falsche Annahmen, die als wahr erscheinen.
Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen die Dinge, wie wir sind.
Eine Qualität der Zeit ist auch, ob wir uns leicht durch die Welt bewegen oder ob uns das Gepäck schwer im Nacken sitzt. Gut vorbereitet sein auf Veränderungen heißt nicht, den Vorratsraum mit Klopapier zu füllen und Hefe zu horten. Wer allerdings schon Gepäck abgelegt hat und die Geschwindigkeit im Leben gedrosselt hat, ist viel eher in der Lage, auf neue Herausforderungen zu regaieren und neue Wege einzuschlagen. Das Gepäck steht hier buchstäblich für die Lasten, die sich über die Zeit angesammelt haben aus Emotionen, Verwundungen und unseren Handlungen. Wer sich seinen Themen und Schatten stellt, findet in der zyklischen Zeit der Zeremonien und Meditationen die Antworten auf seine Fragen.
Zur guten Vorbereitung gehört auch auf seinen Körper zu achten, ihn gut zu nähren, Bewegung zu schenken und das Leben als Geschenk zu anzunehmen. Wir sind alle hier, um diese körperliche Erfahrung zu machen.
Im Sternzeichen des Widders beginnt das neue Leben. Dies spiegelt auch unsere ersten 7 Lebensjahre wieder. Waren wir willkommen im Leben? Kennen und können wir unsere Wurzeln spüren? Verwundungen aus diesem Lebensabschnitt tragen wir lange mit uns. In der Natur folgt nun bald die Zeit des größten Wachstums. Sie ist dem Sternzeichen Stier (21. April-21. Mai) zugeordet und dem 7.-14. Lebensjahr. Auch hier können wir wählen: Weiter wachsen oder im kindlichen Verhalten steckenbleiben. Hier braucht es Mentoren und Rituale, die uns auf die weitere Reise vorbereiten. Und es braucht Dich und Dein Ja weiterzugehen.

Feiern nach Zahlen:
7, 40 und 50 Tage

Wichtiges Hilfsmittel zur Bestimmung der Festtage sind die schon vor Jahrtausenden eingeführten Kalender. Sie zeigen, wann sich die kosmischen Kräfte zeigen und erneuern.
Für die Festsetzung der Termine gibt es drei Bezugspunkte:
1) Der Sonnenzyklus: Er bestimmt die Jahreszeiten mit allem was dazugehört
2) Der Mondzyklus: Er regelt die Fruchtbarkeit und andere biologische Perioden. Außerdem ist er auch für Wetterphänomene verantwortlich.
3) Die 7 Wochentage (und 7 Töne in der Musik)

Am Beispiel des Osterfestes wird deutlich, dass bei dem jährlich wechselnden Termin des Frühlingsfestes alle drei Punkte eine Rolle spielen.
Ostern ist nämlich immer am 1. Sonntag (Wochentag) nach dem ersten Vollmond (Mondzyklus), der der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche (Sonnenzyklus) folgt. Verstanden? Frühlingsanfang war am 20. März, am 8. April war jetzt gerade erst der Vollmond und Ostern ist in diesem Jahr am ersten Sonntag danach, also am 12. April.
Nach dem Osterfest richten sich dann die nachfolgenden, beweglichen christlichen Feiertage, deren Wurzeln ebenfalls viel weiter zurückreichen. Dabei spielen vor allem die Zahlen 7, 40 und 50 eine Rolle.
Schon die Fastenzeit vor der Osterwoche beträgt 40 Tage und drückt symbolisch das Sterben aus, um wiedergeboren zu werden. Auch dieses gab es schon in vorchristlicher Zeit. Die Fastenzeit diente als Vorbereitung auf das Taufritual in der Osternacht.
Über Ostern und seinen heidnischen Hintergrund hatte ich in meinem Rundbrief vor einem Jahr ausführlich geschrieben. Das heidnische Frühlingsfest trägt ja sogar den Namen der Frühlingsgöttin Ostara. Sie steht für die Erneuerung der Natur und die Rückkehr des Lebens – aus dem scheinbaren Tod des Winters heraus. Gefeiert wurde eine ganze Woche lang. Die Heilige Woche (Semana Santa) dauert noch heute von Palmsonntag bis Ostersonntag.
Genau 40 Tage nach Ostern (Auferstehung) folgt Himmelfahrt. Die alten Ägypter glaubten, dass sich nach 40 Tagen der Geist komplett vom Körper gelöst hat, um in den Himmel aufzusteigen. So lange dauerte  auch die Mumifizierung im alten Ägypten.
Immer 50 Tage nach Ostern wird in der Kirche an Pfingsten an das Herabkommen des Heiligen Geistes auf die Apostel gedacht. Ich möchte aber auch hier noch einmal in das alte Ägypten blicken. Dort begann um Ostern herum eine Trockenheit (Wetterpänomen, siehe Punkt 3 oben): 50 Tage wehten heiße, rötliche Winde von der Wüste über das Niltal: Vom Osterlichtsonntag bis zum weißen Pfingst-Sonntag  (englisch: Whitsunday) dauerten die 50 roten Tage. Das Ende wurde mit einem Stieropfer gefeiert, der symbolisch sein Leben für das Überleben der Gemeinschaft geben musste. Die zahlreichen Pfingstanger bei uns sind vermutlich sehr alte Kultplätze und haben mit dem christlichen Pfingsten nichts zu tun. In meiner Heimatgemeinde gab es im Dorf Meitze noch im frühen vergangenen Jahrhundert ein Bullstenstoßen. Dies war eine Art nordischer Stierkampf an Pfingsten.
Pfingsten stünde damit also für ein Wetterphänomen der Trockenheit, dem die Ägypter auch den Gott Seth zuordneten. Der Legende nach tötete Seth seinen Bruder Osiris, der wiederum für das Feuchte und Fruchtbare stand.
Der Trockenheit folgte die Nilschwemme, der eine ebenfalls 50-tägige Regenzeit im Quellgebiet des Flusses in Äthiopien vorausging. Die Tränen der Isis brachten den Nil zum Überlaufen. Die letzte Träne der Isis markierte den höchsten Flutstand am 15. August. Aus dem Fest Unserer lieben Frau Myriam wurde Maria Himmelfahrt.
Der Geburtstag der Isis (und auch Marias) wurde am 8. September gefeiert. 40 Tage später wurde das Ägytische  Planzfest gefeiert und wiederum 40 Tage später besiegelten Abendmahl und Verrat den Tod des Osiris. Dieses Ereignis wurde auf den 27. November gelegt. Dem Tod des Osiris folgen vier Wochen á 7 Tage bis zur Geburt des neuen Königs am 25. Dezember. Diese Zeit von 28 Tagen ist auch als Advent bekannt. Wie üblich dauerte die Feier eine Woche und endete mit dem Neujahrstag am 1, Januar. Während die Westkirche dem Julianischen und dann dem Gregorianischen Kalender folgt, blieb die orthodoxe Ostkirche bei alten Ägyptischen Zählmaß, zwischen beiden besteht eine Diskrepanz von 13 Tagen. Oisris starb am 27. November. 40 Tage dauert es, bis seine Seele sich vollständig gelöst hat. Dann landen wir auf dem 6. Januar, das Fest der Heiligen Drei Könige. Sie sind gekommen um den neuen König zu begrüßen: Der König ist tot, es lebe der König.

Kraftplätze ziehen uns magisch an

Kraftplätze ziehen uns magisch an. Markante Felsen, Höhlen, alte Bäume und Quellen üben seit je her eine Faszination auf uns aus. Besonders jene Orte, die auf bestimmten Kraftlinien liegen, die den Planeten Erde wie die Meridiane in unserem Körper überziehen. Hinzu kommen noch bestimmte Gitternetze, deren Herkunft rätselhaft sind, die aber mit der Wünschelrute (und auch ohne) mess- und spürbar sind. Vor allem an den Kreuzungspunkten dieser Energielinien sind schon zu Urzeiten Steine gesetzt worden. Sie waren die Nabelsteine, an denen sich die Frauen zu Zeremonien versammelten. Aus dem eine Stein (Menhir) wurden später Steintische (Dolmen), Steinkreise (Stonehenge) und andere Megalithanlagen.
Wie gerne würden jetzt viele die Ostertage nutzen und einen Kraftplatz besuchen, wie die Lübbensteine im Abendlicht (Bild ganz oben) der die Opfersteine und markanten Felsen im Ith (Bild). Doch wir sollen und wollen zuhause bleiben und deshalb hier von mir Tipps und Anregungen für den Kraftplatz im Garten und daheim (siehe Texte unten):

Einen Altar für Pachamama schaffen

Zunächst wollen wir einen Altar erschaffen für Mutter Erde, für die Natur. Dieser Altar muss nicht dem Bild des Altars in der Kirche entsprechen. Doch im Grunde ist es das Gleiche: Ein Platz für die Opfergaben. Dies kann ein flacher Stein oder auch der blanke Boden an einer Baumwurzel sein. Hier kannst du Blumen, Blüten, Kräuter und Samen geben. Du kannst eine Kerze aufstellen und ein Räucherholz entzünden. Es ist dein Platz um Dank zu sagen, zu bitten und zu beten. Dieser Altar kann auch der Ort sein, an dem du Kontakt zu den Elementarwesen aufnimmst. Ohne Garten, kann der Altar auch in der Wohnung geschaffen werden, zusammen mit Kraftgegenständen und auch Bildern von Meistern, die dir wichtig sind. Letztlich kannst du kreativ sein, denn es ist deine Beziehung zu Mutter Erde. Sie ist die Pachamama der indigenen Kulturen. Pacha in der Sparache der Quechua bezeichnet nicht nur die Erde (Raum), sondern bedeutet auch Zeit. Sie ist die große Urmutter des Universums: Isis, Ishtar, Ostara, Nette, Hertha, Holle … verschiedene Namen aus unterschiedlichen Kulturen, die jedoch alle Aspekte dieses einen Prinzips sind.

Finde deinen eigenKraftplatz im Garten

Nun können wir uns um uns selber kümmern. Wir suchen den Platz im Garten (oder im Park), an dem wir Energie tanken und uns aufladen können. Wie findest du diesen Platz? Die Idee zu dieser Übung habe ich dem Buch “Radiästhesie” von Gernot L. Geise entnommen, das für Rutengänger ausgelegt ist. Doch ich bin sicher, dass du Deinen Platz auch spüren wirst, wenn du kein erfahrener Rutengänger bist. Der Platz, an dem du Kraft tankst, kannst du auch Kristalle und andere Kraftgegenstände aufladen.
Stell dir einen Rahmen von etwa 4 mal 4 Meter in deinem Garten (oder einem Platz im Park etc.) vor.  In diesem Rahmen wirst du deinen Platzt finden. Dazu musst du wissen, dass es ein Gitternetz an Energielinien gibt, desen Maschen 30-40 cm im Quadrat sind. Zunächst musst du Fragen, in welcher Richtung das Energienetz verläuft. Folge dieser Richtung, sie führt dich zur zweiten Linie, die im rechten Winkel zur ersten läuft (siehe Bild). Auf dieser Linie findest du “deinen Platz”.
Das mag sich kompliziert anhören. Probiere es einfach aus und lass dich hin- und herführen. Versuche deine Häne als Antennen zu nutzen oder vertraue einem Pendel. Wer eine Rute hat, kann auch damit arbeiten: Statt Ostereier den Kraftplatz suchen: An diesen Platz kannst du gehen, wenn du müde und erschöpft bist. Hier kannst du auch deine Kristalle und Kraftgegenstände aufladen. Ich bin auf eure Rückmeldungen gespannt.

Steinkreise für mehr Lebensenergie

Kraftplatz Nummer 3 in dieser Reihe ist zur Stärkung der allgemeinen Lebensenergie gedacht. Dazu können wir uns ein eigenes “Kraftwerk” schaffen, dass die kosmische Energie bündelt. Seit vielen Tausend Jahren sind dafür Steinkreise gesetzt worden. Bei Roctock (in Boitin) gibt es noch heute so einen alten Steinkreis. Sie dienten den Druiden als Kraftstation. Mit einfachen Mitteln kann sich jeder selber so einen Steinkreis errichten. In meinem Garten habe ich vier kopfgroße Granitsteine in einem Kreis gelegt und einen fünften Stein in die Mitte. Die Steine sind nach den Himmelsrichtiungen ausgerichtet, aber das muss nicht sein. Es können auch mehr Steine sein und es mag ein ganzes Medizinrad aus Steinen entstehen. Darin könnt ihr euch auch aus selber aufhalten und schauen, welche Richtung, welcher Stein euch ruft. Dieser Steinkreis von vielleicht 2,5 Metern Durchmesser verbessert die Energie im ganzen Garten. Im Kleinen kannst du auch einige Kiesel vom Spaziergang oder aus dem Urlaub nehmen und auf dem Balkon oder im Wohnzimmer auf die gleiche Art auslegen.

Bei allen hier von mir gemachten Vorschlägen gillt die Regel: Es gibt kein falsch. Geh aus dem Kof und lass dich von deinem Bauch (und vom Herzen) führen)

Runen raten zu Geduld und Innenschau

Isa is die Rune des Stillstandes (linke Rune), wie der geistige Winter, der die Welt in der Corona-Epidemie gefangen zu halten scheint. Sie sagt uns: Sei geduldig – dies ist die Phase der Passivität, die einer Wiedergeburt vorausgeht, auch wenn jetzt alle Pläne über den Haufen geworfen wurden. Dies ist die Gelegenheit zu spüren, an was wir wirklich festhalten. Mitunter verlangt das Leben ein Opfer von uns, von alten Gewohnheiten abzulassen. Sich dem zu fügen heißt, Mut und Weisheit zu beweisen.
Die Krieger-Energie der Rune Teiwaz (Mitte) hilft uns jetzt unseren geistigen Weg weiterzugehen und dabei auch vor den eigenen Tiefen nicht umzukehren. Der geistige Krieger kämpft nicht im Außen. Disziplin und Geduld sind seine Tugenden. Der Heilige Augustinus sagte: “Der Lohn der Geduld ist die Geduld.” Teiwaz ist auch der Sonne zugeordnet, die uns jetzt rät be-sonnen zu bleiben. Während der Zeiten des Übergangs ist es wichtig, sich nicht von den eigenen Emotionen überwältigen zu lassen. Wir sollten nun nicht immer dem ersten Impuls folgen. Algiz (rechts) ist die Rune des Schutzes. Und der größte Schutz kommt aus dem Inneren. Aus dem Vertrauen heraus können wir das Alte loslassen und das Tauwetter beginnt. Der Same des Neuen steckt schon in der Schale des Alten. Die Boten des Frühlings sind da.

Diesen Runen habe ich eine Bewegungssequenz zu geordet, die du zuhause in deine Meditation und täglichen Übungen einbauen kannst (siehe unten).

Mit dem Gundermann auf der Erde bleiben

Einer meiner liebsten Kräuter ist die Gundelrebe oder Gundermann. Die Efeublättrige Heilpflanze reckt sich bereits aus dem Gras im Zeremonie-Garten. Sie kriecht und windet sich schlangengleich und verströmt dabei einen scharfen, aber doch auch aromatischen Geruch. Bis zum 1. Mai werden die Ranke mit den blauen Blüten ganze Teppiche unter den Apfelbäumen bilden. Als Tee genossen  soll die Gundelrebe bei verschleimten Lungen, Bronchitis oder Schnupfen gute Dienste tun. Außerdem wurde sie gerne genommen, um giftige Schwermetalle auszuschwemmen. Den Gundelrebenkranz trugen die Jungen früher in der Walpurgisnacht auf dem Kopf. Ein Kranz, der hellsichtig machen soll, sagt der Ethobotaniker Wolf-Dieter Storl. Ich trage häufig etwas Gundermann hinter dem Ohr oder ins Haar geflochten, wenn ich Erdung, aber auch wenn ich Inspiration suche. Die Gundelrebe hilft dir erdgebunden zu bleiben – und damit auch offen für die Eigebungen der Erdwesen.

T

Zeremonien für Balance und Heilung

Online-Angebote für die Seele – Mit Michael Hemme

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Taten. Annette und ich (Mahela-Medicine-Wheel)  haben bereits erste Online-Tutorien angeboten. Wir werden auch noch weitere Heilsitzungen und Zeremonien über Zoom-Meeting anbieten.
– Montag, 13. April, 11 Uhr: Setze die neue Saat – Despacho-Zeremonie – und Dank an Mutter Erde.

Freitag, 17. April, 11 Uhr: Finde dein Krafttier –  Schamanische Unterweltreise
und Munay-Meditation

Der Ausgleich pro Teilnehmer 20 Euro als Ausgleich nehmen. (Ein Teil des Betrags geht an das von mir unterstützte Projekt minderjähriger Opfer von sexueller Gewalt in Peru). Alle Infos und Anmeldungen unter Email  michael-hemme@gmx.de  oder info@mahela-medicine-wheel.com

Mein Freund Angel Herrera aus Peru bietet am Ostersonnabend, 17 Uhr unserer Zeit erstmals seine Munay Inka Meditation an, die sein gleichnamiger Vater Don Angel Herrera  aus seiner langjährigen Erforschung indigener Praktiken in die Welt bringen möchte.
Hier ist der Link zum Zoom Meeting (Spenden sind willkommen). Eine ausführliche Beschreibung der Munay-Meditation kannst du über mich bekommen.
https://us04web.zoom.us/j/561414020?pwd=aWpQR0dpa1pEUVJUaEhDRENhQUM1QT09
Meeting ID: 561 414 020
Password: 040862
Munay ist Quechua und bedeutet Liebe – reine, bedingungslose und aus dem Herzen kommende Liebe.
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